Garten-pur Bild: Wassertropfen

Mittäter gesucht

Wer sich jetzt angeregt fühlen sollte, es selbst auch einmal mit einem Steingarten zu versuchen, sei gewarnt.

Es ist ein Irrtum zu glauben es reiche, eine schmale Handvoll Steine zusammenzufügen oder aufzuschichten, um der Anfängerlust Genüge zu tun. Steingärten machen süchtig. Sobald auch nur das erste Pflänzchen blüht, entsteht der brennende Wunsch, da und dort doch etwas anfügen zu können. Deshalb sollte der erste Entwurf nicht gar so klein sein und Weiterungstendenzen berücksichtigen.

Ja, es soll sogar schon vorgekommen sein, dass Steingärtner den übrigen Garten schmählich vernachlässigt haben, um sich nur noch den Edelsteinen der Berge zu widmen. Oder kennt jemand Rittersporn-Wettbewerbe? Oder gar Rosenvergleichskriege unter Gärtnern? Aber in Amerika und England werden Schaukämpfe nationaler Bedeutung ausgetragen, wer die schönsten Saxifragen, Dionysien, Androsace, Primula usw. und so fort hat. Ich will jedoch nicht bestreiten, dass es Ähnliches auch bei Kürbissen oder Zwerghühnern gibt.

Wer jedoch genügsam ist und sich zu beschränken weiß, wer eine angebrochene Tafel Schokolade für längere Zeit unbeachtet liegen lassen kann, der ist möglicherweise auch mit einer winzigen Gesteinsinsel zufrieden. Zumindest vorübergehend.

Jedenfalls stelle ich auf den folgenden Seiten meine Rezeptur vor.

 

Weiter geht es im Kapitel: Das Steinmaterial.



Letzte Aktualisierung: 21.8.2016  -  © Garten-pur GbR




 

Autor:
Hortulanus
redaktion@garten-pur.de

Datum:
9.6.2004

Fotos:
Hortulanus

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