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Olympus OM-D E-M5 - die Systemkamera-Empfehlung im Micro-Fourthirds-Format


Die Kamera

In wunderschönem Retrodesign kommt sie daher und erinnert an die erfolgreichen OM-Kameras vergangener Zeiten. Aber sie ist Hightech pur, dabei sehr durchdacht konzipiert.

Die Olympus OM-D E-M5 ist eine Systemkamera mit elektronischem Sucher, d.h. ohne Spiegel. Dadurch kann sie sehr klein und leicht gebaut werden. Sie wiegt mit Akku gerade mal 425 g. Maße: Breite x Höhe x Dicke 122 x 89 x 43 mm. Mit dem 71 g 'schweren' Pancake-ähnlichen M.Zuiko 2,8 17 mm (entspricht 34 mm Kleinbild) kann man sie noch so gerade in einer großen Jackentasche unterbringen.

Auf dem ersten Foto ein interessanter Größenvergleich: Die Olympus OM-D E-M5 mit dem M.Zuiko Zoom 14-150 mm neben einer Nikon D 700 mit Zoom Nikkor 28-300 mm.  Das Fourthirds-Format hat einen Cropfaktor von 2 gegenüber dem FX-Kleinbildformat. D.h. die beiden Zooms entsprechen einander im Brennweitenbereich. Das Gewicht der Olympus-Kombi beträgt 728 g, das der Nikon-Kombi 2030 g (beide mit Akku). Die OM-D hat einen 16 Megapixel-CMOS-Sensor in der Größe von 17,3 x 13 mm, der CMOS-Sensor der D 700 bietet 12 Megapixel auf 36,0 x 23,9 mm.  

Der Sucher der OM-D E-M5 ist für einen elektronischen Sucher sehr gut, auch wenn er natürlich nicht mit der Größe und Klarheit des optischen Suchers der dSLR Nikon D 700 mithalten kann. Lediglich bei schwachem Licht ist er besser als sein optisches Gegenstück, in dem man irgendwann nichts mehr erkennt.

Neben dem elekronischen Sucher verfügt die OM-D E-M5 über ein schwenkbares Display (nur vertikal schwenkbar; keine 180 Grad). Dieses lässt sich nicht nur sehr gut ablesen, es funktioniert darüber hinaus auch als Touch-Display: Man kann durch Antippen den Punkt der Schärfemessung definieren und in der Größe anpassen, alternativ kann man auch direkt auslösen. Das ist eine sehr komfortable Funktion nicht nur bei bodennaher Fotografie, sondern auch bei Schnappschüssen, Streetfotografie u.ä.

An das Bajonett passen alle mFT-Objektive von Olympus und Panasonic, ebenso alle FT-Optiken dieser Hersteller. Damit hat man bereits eine große Auswahl an Objektiven vom Amateur- bis zum Profibereich, darunter auch gute Festbrennweiten und Makroobjektive.

Über Adapter sind darüber hinaus die Objektive aller großen Objektivhersteller verwendbar, so z.B. Nikon, Canon, Leica - allerdings dann nur mit manueller Scharfstellung.

Die Olympus OM-D E-M5 verfügt über einen Bildstabilisator, der in drei Raumachsen funktioniert. Dadurch konnte Olympus auf den Einsatz von Bildstabilisatoren in den M.Zuiko-Objektiven verzichten, was zu deren Kleinheit und Leichtigkeit beiträgt.

Die Kamera ist voll versiegelt. Sie verfügt über vielseitige Konfigurationsmöglichkeiten. Im Serienmodus schießt sie bis zu 9 Bilder in der Sekunde.

Neben JPEG (mit einer kameraseitigen, bemerkenswert guten Verarbeitungssoftware) sind auch Raw-Fotos möglich. 

 

Vergleichstest

Hier einige Vergleichsfotos: Olympus OM-D E-M5 mit M.Zuiko 14-150 mm gegen die Nikon D 700 mit Nikkor 28-300 mm. D.h. die Brennweiten sind vergleichbar. Fotos in stärkster Weitwinkel-Einstellung.

Das ooC-Foto der Olympus wirkt in der Verkleinerung für diese Website knackiger als das ooC-Foto der Nikon. Das liegt aber lediglich an der 'besseren' JPEG-Verarbeitung in der Olympus. Deshalb habe ich das Foto der Nikon nachträglich optimiert: Die Tiefen und Lichter etwas angehoben und behutsam unscharf maskiert. 

Interessant wird es in der Vergrößerung. Ich habe dazu 1:1 Crops in 1.000 Pixeln Breite angefertigt und eingestellt, beim Nikon-Foto wieder eine Variante ooC und eine nachbearbeitet wie beschrieben.

Hier zeigt sich deutlich die bessere Abbildungsleistung der Nikon D 700 zusammen mit dem Zoom-Nikkor. Aber ehrlich gesagt, bin ich überrascht, wie verhältnismäßig gering der Unterschied ausfällt, trotz des doch erheblichen Unterschieds in Sensorgröße und Pixeldichte. 

Für mich jedenfalls ist für viele Fotosituationen der Qualitätsunterschied zu gering, um das Mitschleppen der schweren und großen Nikon-DSLR zu rechtfertigen.

Einen ähnlichen Vergleich hat Steve Huff gemacht, und zwar die kleine Olympus gegen eine Nikon D800 (!) und eine Leica X2. Und auch dabei schlägt sich die OM-D sehr, sehr gut.  

 

Nahaufnahmen

Für Garten- und Naturfotografen ist sicher interessant, wie sich die Olympus OM-D E-M5 bei Nahaufnahmen schlägt. Deshalb habe ich ein Beispiel einer Nahaufnahme einer Akeleienblüte eingestellt.

Die Aufnahmedaten: Zoom M.Zuiko 14-150 mm, Einstellung 135 mm, Entfernung ca. 50 cm; Belichtungssteuerung: Blendenpriorität bei Blende 8, Belichtungskorrektur -0,3 EV, 1:250 sec. - Kamera in Bodennähe gehalten, Fokussieren über ausgeklapptes Schwenkdisplay, Auslösen durch Antippen der linken Blütenblätter der rechten Blüte auf dem Display. - In der Nachbearbeitung unscharf maskiert.

Ich finde, das ist insgesamt ein recht anständiges Ergebnis ohne große Verrenkungen.

 

Fazit

Die Olympus OM-D E-M5 ist eine fantastische Kamera für alle Fotografen, die eine vielseitige und robuste Systemkamera suchen, die vor allem klein und leicht sein soll.

Natürlich stößt die mFT-Kamera an Grenzen, wenn man die Fotos sehr stark vergrößert. Aber selbst in hohen ISO-Bereichen ist ihr Rauschverhalten eindrucksvoll, und sie kommt sogar den neueren Lichtriesen von Nikon und Canon nahe. 

Trotz des erstaunlichen elektronischen Suchers ist sie nicht geeignet für Fotografen, die einen großen, weitgehend farbechten Sucher zur optimalen Bildkontrolle schätzen. - Allerdings bietet das Schwenkdisplay als Touchscreen einen Komfort z.B. bei Nahaufnahmen in Bodennähe, der wieder für einiges wett macht.

Das Universalzoom M.Zuiko 14-150 mm 1:4-5.6 ist ebenfalls sehr klein und leicht. Der Korpus besteht aus Kunststoff, das Bajonett ist Metall. Die Verarbeitung ist gut, die optische Qualität für ein Universalzoom sogar sehr gut. Die Naheinstellgrenze von 50 cm erlaubt schöne Nahaufnahmen.

Mir macht die kleine Olympus jedenfalls großen Spaß, und meine schwere Nikon D 700 muss öfter zu Hause bleiben.

 

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Auch der Bericht auf digitalkamera.de ist interessant (auf deutsch):

Olympus OM-D E-M5 bei digitalkamera.de

... sowie der Erfahrungsbericht von Steve Huff  (englisch).




Letzte Aktualisierung: 3.6.2012  -  © Garten-pur GbR




 

Autor:
Thomas
redaktion@garten-pur.de

Datum:
16.5.2012

Fotos:
Thomas

 











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